Sommer, Sonne, Wasserpegel

Endlich ist es soweit, die WetterApp zeigt Sonne pur. Also Zeit um nichts zu tun, Frühstück in der Sonne, toben im Wald, Mittagsschläfchen.

Danach Ausflug zum Schluchsee.

Unsere Verwunderung über den Wasserpegel war hoch, als wir an den Schluchsee kamen gab es einen richtigen Strand mit Wasser zum reinlaufen. Letzten Sommer war das Wasser so hoch, dass nicht ein Fitzelchen Sand zu sehen war. Bei der späteren Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass der See energetisch genutzt wird und der Wasserpegel bis zu 6m variiert. Krass, aber gut für uns. Da konnte Josh erstmal seine Badewindel ausprobieren, er hatte richtig Spaß immer ins Wasser zu laufen und wieder raus, alles mit seinen neuen Sandalen (steiniger Boden) die das super mitgemacht haben.

Marie hatte ein paar Schwierigkeiten was das Outfit anging. Bikini an und jetzt? ah ja Gummistiefel, da werden die Füße nicht nass?!

Nach etlichen Diskussionen kamen dann ihre Sandalen zum Einsatz, nach einer halben Stunde war auch das Wasser nicht mehr ganz so kalt und sie experimentierte mit den Spritztierchen und der Strömung.

Nachdem sie ein Tierchen retten musste und die Bikinihose nass wurde musste sie ausgezogen werden, was das Outfit noch ein wenig einzigartiger machte.

Es war ein toller Nachmittag am Wasser mit abendlichen Spaghetti mit Tomatensauce (die erste Ladung Nudeln landete leider in der Spülschüssel… upsi).

Die zweite Ladung erfreute :).

Maries Toilettensituation brachte den Abend leider etwas durcheinander und machte uns ein wenig ratlos. Die hervorragende Komposttoilette traf nicht gerade ihren Geschmack. Wir fanden sie Klasse!

Bushcraft Feeling

Da die letzten Nächte überraschend kalt waren wurde uns mitgeteilt, dass es kein Feuerholz mehr zum käuflichen Erwerb gab. Kein Problem, als alte Hobby-Bushcrafter haben wir Equipment aufgestockt und zogen mit Säge (frisch am Vortag mit der Post gekommen), Beil und Kindern los in den Wald. 

Nach getaner Arbeit haben die Männer ein Nickerchen verdient und die Mädelz genug Zeit die Gegend zu erkunden.

Käfer, Schnecken, Spinnen, wie aufregend…

und was ist das? Ein Zelt in der Luft? Ja, in so einem Baumzelt haben Mama und Papa auch schon übernachtet.

Weiter durch das Wäldchen gestreunert landeten wir irgendwann wieder auf dem Spielplatz, ja so ein Zufall…

Dann wurde es Zeit für einen kleinen Snack, den Hefeteig vorzubereiten (der Dutch Oven wird hier nicht geschont) und das Holz zu spalten um das Feuer zu entfachen!

Mit nassem Holz gar nicht so leicht, da braucht es schon etwas länger, was bei Marie auf vollkommenes Unverständnis traf.

Irgendwann brannte es und die Kohlen konnten durchglühen um den Hefezopf zu befeuern, wie aufregend :).

Marie freundete sich in der Zwischenzeit mit Piet an und der Josh entdeckte neben seiner Leidenschaft “Steine” noch FEUER, WOW!!!

Würstchen und Mais auf das Grillrost und Abendessenzeit. Zum Nachtisch natürlich Hefezopf 🙂 und er war hervorragend!

Schwarzwaldcamp

Das Packen ging diesmal etwas schneller, trotzdem schaffen wir es einfach nicht pünktlich loszukommen. Naja, irgendwann sitzen dann doch alle im Auto und die Fahrt geht los. Nach 2 Stunden sind wir auch schon da. Der Papa packt die Kids ein und die Gegend inkl. Spielplatz wird erkundet.

So hat die Mama Zeit, das Auto schlaftauglich zu machen und endlich das Tarp (an den Keder genäht 2018) auszuprobieren. Etwas unprofessionel das Tarp an Bäumen und Boden befestigt (ja, ich hab einfach eine Schleife gemacht) stand es dann doch ganz gut. Wollt erst bei den Nachbarn spickeln aber da ist es schon 2x zusammengebrochen… bei Familienrückkehr wurde gemeinschaftlich nochmal nachgebessert und das Ding stand super. Noch ein abendliches Vesper und freuen auf den nächsten Morgen.

Schaffe schaffe Kulturtäschle baue

Zum Frühstück haben wir erstmal den Bäcker Wanner eingeweiht (der Alber hat die Schoten dicht gemacht)… passt. Dann war Zeit für ein paar Verbesserungen. Größtes Problem die Kultertasche, oder wie Deuter es nennt „Waschcenter“ hmm, totaler Mist. Da wir noch einen Rücklehnen-Organizer in der Bestellung haben wurde passend ein Prototyp für eine Kulturtaschenebene überlegt und sie prompt umgesetzt während die Kids mit Papa beim Einkaufen abgelenkt wurden. Als sie zurück kamen war es tatsächlich fast fertig, sodass wir es im Schwarzwaldcamp direkt testen können. 

Samstag – Kirnermartes Hof

Der dritte Tag in folge mit Regen, die Regenpausen wurden leider auch immer kürzer. Da es sich auch etwas abgekühlt hat, gab es Frühstück im Bett. 🙂

Zum Glück ist der Spielplatz 30sek entfernt und die Gaststube daneben hat guten Kaffee. Marie freundet sich ziemlich schnell mit mitspielenden Kindern an. Zu Corona Zeiten dürfen die Kinder leider nicht allein rumspringen und man muss eben auch immer an die Abstandsregel erinnern (interessanterweise meistens die fremden älteren Kinder). Zu Joshi´s Mittagsschlafzeit hab ich ihn in die Trage gepackt mit Regenhülle und wollten ein wenig die Gegend erkunden. Erste Hürde, wir mussten am Bauernhof vorbei und natürlich anhalten. Zweite Hürde Marie möchte lieber auf den Spielplatz und zu den Pferden auf die Koppel. Mit Protest und Genöle haben wir es dann doch auf den kleinen Hügel am Panoramaweg geschafft um die Aussicht zu genießen…

… dann aber sofort zu den Pferden und dem Spielplatz zurück.

Nach einer großen Portion Spaghetti mit Tomatensoße rückte die Stallzeit wieder näher. Also wetterfest angezogen und ab gehts. Diesmal konnten wir die Kälbchen mit den Milcheimern füttern.

Bei den ganz kleinen wurde es dann schon eng, die alten “Gierschlunte”, da musste die Milch gut verteidigt werden, damit auch jeder seinen Anteil bekommt.  Ach schön, son bissl Action im Stall. Marie hat ordentlich mitangepackt, ich glaub an diesem Tag musste keine Kuh hungern.

Und das dritte Kälbchen wurde geboren, auf der Weide in strömendem Regen. Bei der Aufforderung vom Bauern, “Wer mag denn das Kälbchen trockenreiben?” vergaß dann jedes Kind die Abstandsregel ;).

Joshi vergnügte sich im Stroh und schaute den Kühen von der Weide zu… oder der Mama beim Foto machen…

Nach der harten Arbeit holten wir uns dann noch unseren frischen Liter Milch für den nächsten Tag.

Donnerstag – Kirnermartes Hof

Ein verregneter Morgen und was macht man da am besten? Rumgammeln, Frühstück im Bett, Video gucken… Mittags wurde das Wetter schon wieder freundlicher, da kam ich schon beim schnellen Paket holen aus dem „Städtchen“ ins schwitzen. Hat sich aber gelohnt unsere 2 neuen Falteimer haben sich sofort bewährt als neues Abwasserschätzchen und Waschschüssel. Joshi hat sich einen Karabiner aus dem Paket stibitzt. Danke an „unterwegs.biz” für den schnellen Versand. 🙂

Ansonsten haben wir unser mobiles Heim verbessert, Joshi zum allein Laufen motiviert (erfolglos), und die Stallzeit auf dem Hof genutzt. Marie hat Emil gestreichelt, der gestern geboren wurde. 

Pünktlich zum Abendessen zog dann ein ordentliches Gewitter auf. Marie fürchtet ein wenig den Donner, Joshi ist beim gewitterstillen prompt eingeschlafen.

Und so endete dieser Tag wie er angefangen hat, nur ohne Frühstück 🙂

Mittwoch – Kirnermartes Hof

Nach dem Frühstück und kurzem Spiel sind die Kids mit Papa auf Campingplatz Tour gegangen, damit ich das Zelt einmal kurz aufräumen konnte.

Danach erstmal Familienaction auf dem Abenteuerspielplatz mit nachfolgendem Obstsnack.

Nachdem wir 2 Stunden versucht hatten Joshi von einem Mittagsschlaf zu überzeugen, habe ich ihn in die Trage gestopft und wir sind los nach Oberried.

Oberried, was geht da so? Nicht viel aber alles was man braucht, ein 10min. Spaziergang, ein Café mit Kuchen, Brötchen, Brot und Eis, eine Apotheke für Sonnencreme die nicht klebt und Aprés Creme für Sonnencreme-Verweigerer und eine Postfiliale um noch fehlendes Campingequipment liefern zu lassen.

Nach diesem „spannenden“ Ausflug ging es fluchs wieder zurück, da um 17:00 Uhr das Ponyreiten startete. Das dürfen wir nicht verpassen!

Glücklich und zufrieden konnten wir danach noch das nächste Kälbchen (Emil) bewundern, das 10 min zuvor geboren wurde. Ach wie aufregend ist so ein Bauernhof.

Traktor fahren ist da auch ein Highlight, auch wenn es gerade nur der Spieltraktor sein kann…

Um die Campingküche mal in Schwung zu bringen, gab es nach der Stallzeit Kässpätzle. Natürlich draußen gekocht 😉 schön mit Röstzwiebeln, die im Trangia-Pfännchen hervorragend wurden.

Da der Tag sehr schwitzig und staubig war (beim Kochen hat es allerdings angefangen zu regnen) sind wir noch schnell ab ins Familienbad zum duschen, für Marie ganz wichtig, „aber ohne Haare!“ 

Dienstag – Kirnermartes Hof

Der erste Morgen, die Nacht war gut, Joshi schaut etwas verwirrt, wahrscheinlich hat er gedacht er wacht zuhause wieder auf. Es ist sehr gutes Wetter. Sehr, sehr sehr gut, eigentlich schon zu heiß. Da war das Sonnencreme-Drama schon vorprogrammiert (NEIN, die klebt sooooo !!! ). Zuvor haben wir erstmal unsern neuen „Tisch“ ins Zelt gestellt und uns versucht zu organisieren.

Frühstück und dann mal den Hof erkundet, was gibt es hier denn alles zu entdecken? Nach unendlich langer Wartezeit aus Maries Sicht, ging es mit Mama los. Der Papa justiert das Zelt nochmal nach.

Entdeckt haben wir Kühe, Ziegen, Spielzeug-Traktoren, eine „Sportkuh“ (so hat Marie sie getauft), ein Holzpferd mit Sattel und echte Pferde. Die Stimmung so lala. Der Traktor und Sattel vom Pferd zu heiß, der Stall leer, da alle Kühe auf der Weide waren, Ziegen sind zu „agressiv“ und die Pferde zu weit weg zum streicheln, na super. Also wieder zurück zum Camper. Zelt irgendwie schief, passt nicht zur Unterlage, Stimmung schlecht. Erfahrungsgemäß ist bei uns der erste Tag im Camper immer schlecht, also einmal durchatmen und alles auf repeat. 

Während Joshis Mittagsschläfchen konnte man vor Hitze dahinschmelzen, Zeit für ein Bauernhofeis 😉 tut auch der Stimmung gut… Danach gab rumgeplantsche mit Wasserschüsseln und Spritztieren im Schatten.

17:30 Uhr beginnt jeden Tag die Stallzeit, gespannt haben wir uns auf den Hof begeben. Dort wurden dann die Kühe von der Weide in den Stall zum melken getrieben. Eine Kuh blieb allerdings zurück und ein Traktor und in der Schaufel vorn ein frisch geborenes Kälbchen.

Danach konnte Marie alle Dinge ausprobieren, die vorher nicht gingen. Sportkuh melken..

Holzpferd reiten…

und, und, und…

Montag – Kirnermartes Hof

Abfahrt: 13:00, äh dann wohl eher doch 17:20… und auch nur dank der grandiosen Klappbox die alle restlichen Dinge beherbergt und schnell in Auto geschmissen werden kann. 2 Stunden Autofahrt, nach der Neuseelandanreise eigentlich ein klacks. Nervig allerdings wenn der Josh keine Lust zum Autofahren hat und kontinuierlich durchmeckert. Da hilft auch kein artistisches während der Fahrt im Kindersitz stillen. Marie ist einfach schnell eingeschlafen. Nach einer kurzen Pinkelpause haben wir unser Ziel erreicht, der Kirnermarteshof. 

An der Rezeption angehalten, Baby befreit und siehe da, lachend (noch mit Tränken im Auge) klopft er den Staub aus der Rückbank, kleiner Stinksstiefel…

Also ab auf den Stellplatz und mit den neuen Nachbarn erstmal über die beste Fahrzeugstellung zwecks Sonnenauf- und Untergang diskutiert. Das neue Vorzeit enthusiastisch ausgepackt und aufgepumpt. Da Joshi dann doch spontan eingeschlafen ist (bloß nicht während der Fahrt…) hab ich mit Marie ein spontanes Abendpicknick auf der Yogamatte veranstaltet.

Im Wageninneren, die Herren der Schöpfung.

Ups da war es auch schon 22:00 Uhr, jetzt aber Bett fertig machen… oh 23:00 Joshi wieder wach und Hunger, Marie auch, Jo auch. Na son kleines Vesperbrot geht immer 🙂 Jetzt aber ab ins Bett und Licht aus. Marie will oben schlafen, bei Papa, nein doch lieber unten bei Mama, äh doch oben?, nein unten… Alles in allem ein chaotischer Start, wie auch die letzten gepackten Taschen.

Beispielinhalt einer DM-Stofftasche: ein Paar Socken, Brot, Brennspiritus und Waschmittel 🙂