Blåvandshuk Fyr

Gelegentlich huschten von uns neidvolle Blicke zu Nachbarn mit Wohnmobilen, weil sie durch ihren fahrbaren Wohnuntersatz deutlich flexibler Ausflüge mit dem Auto unternehmen konnten. Kein mit der Kederleiste verbundenes Zelt, kein Aufstelldach, einfach wegfahren, fertig. Der Preis dafür ist uns allerdings ganz klar zu hoch. Und mit Preis meine ich zum einen die finanziellen Kosten, denn mit unserem Bulli können wir auch den Alltag bestreiten, bei einem Wohnmobil bräuchten wir immer noch ein Auto. Zum anderen hätten wir für mehr als 300 Tage pro Jahr einen “Brocken” an der Backe, der im Freien rumsteht, Pflege braucht und laufende Kosten und Aufwand verursacht. Das heißt, auch bei den bereits erwähnten neidvollen Blicken stehen wir zu unserer Einscheidung der “Ein-Auto-Politik”. Man stellt sich dann auch immer die Frage: Wo sitzen eigentlich die Kinder in nem Wohnmobil? Sind die ge-isofix-ed? Kindersitze montieren muss man in jedem Fall. Und ist das nicht eh ne Traumvorstellung, dass man mit einem Wohnmobil in unserer Konstellation sooo viel flexibler ist mit Ausflügen? Ich werde es vermutlich nie erfahren und das ist auch überhaupt nicht schlimm 🙂

Also gingen wir es an: Untere Decken verstauen, Rückbank umklappen, Kindersitze montieren, Beifahrersitz nach vorne drehen, obere Matratze entlüften, obere Decke gerade ziehen, Aufstelldach runter, Grauwassereimer wegstellen, zu nahe gelegene Zeltheringe entfernen, Auto starten, vorsichtig und gerade den Zeltkeder aus der Autokederleiste herausfahren, Zelt zumachen, Kinder anschnallen, fertig.

Erst ging es nach Esbjerg, wo man wirklich sagen muss, mit Kindern kann das Leben echt eine einzige Hölle sein. So ist in Esbjerg auch nur ein Alibi-Bild entstanden, auf dem Marie die schlechte Grundlaune mit einem unbeeindruckten Lächeln paraphrasierte.

Weiter ging es dann zum Leuchtturm Blavand oder auch Blåvandshuk Fyr, wobei die Grundstimmung sich glücklicherweise wieder erholte.

Das Wetter war wirklich perfekt für einen Ausflug mit Aussicht. Und so begaben wir uns zum Treppenaufstieg, ein Highlight für sich alleine.

Oben angekommen erwartete uns ein wirklich fantastischer Rundumblick.

Und auch das innere des Leuchtturms beeindruckte mit dem riesigen Leuchtmittel.

Nach dem Abstieg erkundeten wir noch den Strand. Schon von Weitem sahen wir, wie sich dort auf der Sandbank ein paar Kegelrobben lang legten. Und in der Tat, wir kamen nah genug ran, um uns selber ein Bild davon zu machen. Fernglas und Teleobjektiv zahlten sich aus.

Auch hier wieder eindrucksvoll in Szene gesetzt, der Preis der Energie der Zukunft.

Fast gesättigt mit Eindrücken kehrten wir wieder auf unseren kleinen Platz mit Zelt zurück und machten noch einen abschließenden Gang zum Ende der Düne am Anfang des Strandes, um dem Sonnenuntergang beizuwohnen.

Tolle Stimmung war dort! Während dieser riesen Feuerball die Nordsee küsste, tanzte im Vordergrund ein Paraglider von Düne zu Düne.

Damit war das letzte Quäntchen Seelennahrung zugenommen und wir zogen uns zurück in unseren Camper.

2 thoughts on “Blåvandshuk Fyr”

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