„Hey Lennard!“

Der Campingplatz Ückeritz „Im Erlengrund“ ist Oval aufgebaut und unser Stellplatz (44) war nah zu den Sanitäranlagen und Spülmöglichkeiten, aber doch mittendrin im Geschehen. Dass unser Stellplatz zur Kinder-Hauptzentrale auserkoren wurde, konnten wir allerdings nicht ahnen. Schon am Abend des zweiten Tages erkundete Marie mit Josh und Papa den kleinen Spielplatz am Rande des Erlengrundes. Unsere kontaktfreudige große Quasselstrippe lernte relativ schnell andere Kinder kennen, freundete sich an und ward nicht mehr gesehen.

Lievke war die erste „beste Freundin“ von Maries Urlaubsbekanntschaften. Begeistert von Lilly (Dachs) und Bruno (Der Name des Stoff Galgos; führte später noch zu Verwirrung) verschwand sie mit Marie und wir stellten fest, dass wir gar keine Regeln für „wann komme ich nach Hause“ aufgestellt hatten. So waren wir auch ein wenig ratlos, als es zu Dämmern begann, es in Strömen regnete und Marie nicht aufzufinden war. „Ich war bei Lievke im Wohnwagen spielen“ hieß es dann nachdem wir sie gefunden hatten. Für uns eine vollkommen neue Situation.

Doch die allabendliche Wiederholung und die günstige Beschaffenheit des Campingplatzes lies schnell die Vorteile klar werden und Gedanken machten sich breit: Wenn Josh irgendwann auch jemanden zum spielen hat, dann hätten wir ja mal Ruhe… cool. 

Bruno und Familie haben wir am Strand kennengelernt. Seine kleine Schwester war sehr interessiert an unserem Spielzeug und karrte alles weg. Bruno war begeisterter Taucher und amüsiert über unsere Versuche, Marie ins Wasser zu bewegen… eher erfolglos… Auf dem Campingplatz traf man sich durch Zufall wieder und Bruno fühlte sich bei uns so zuhause, dass er auch ohne Marie gerne TonieBox hörte oder im Vorzelt spielte. Manchmal wartete er schon am Zelt auf uns. Während des Essens entdeckten wir ihn einmal verträumt hinter unserem Zelt liegend und spielen. Nach kurzer Zeit wussten auch seine Eltern wo er zu finden war. 

Emma und ihre Familie hatten Ihren Stellplatz ganz in der Nähe. Emma war etwas jünger als Marie und offenbar sehr begierig mit der Gruppe zu spielen. Oft erlebten wir, dass sie hinter Marie hergelaufen ist um mit ihr zu spielen, Marie allerdings vor ihr flüchtete, weil sie grad allein sein wollte.

Kommen wir zu Lennard, dem (etwas nerdigen) Namensgeber dieses Blogposts. Mit Fahrrad und Helm bestückt düste er Tag für Tag über den Erlengrund. Und irgendwie gab es kaum einen präsenteren Satz unter den Kindern, wie „Hey, Lennard!“, wenn er mal wieder vorbei düste und interessiert die Parzellenbewohner beäugte. Nachhaltig geprägt, hat Lennard sein Bild, als Lievke einmal sehr grob von ihrer größeren Schwester geschubst wurde und daraufhin angefangen hat zu weinen. Lennard gab alles, um Lievke zu trösten, unterer anderem mit dem Satz: „In der Schule werde ich auch immer verprügelt, aber einmal bin ich auf sie zu gerannt und hab meine ganze Wut rausgebrüllt!“. Großartig!

Spiel, Spaß, Strand

Der vom DLRG bewachte Strandabschnitt war relativ leer.

Allerdings war es hin und wieder auch sehr windig, woran sich Josh erstmal gewöhnen musste.

Da war sie Strandmuschel grad recht für ein windstilles Plätzchen.

Ansonsten hatte er Spaß ins Wasser zu laufen, Marie auch (halt nur bis zum Knöchel), auch Sandburg bauen und mit Muscheln verzieren war super.

Auf dem nahgelegenen Strandspielplatz konnte man sich austoben.

Allerdings sind unsere Kinder nicht sehr ausdauernd und ständige Unterbrechungen wie, ich muss mal, ich hab Hunger,  ich hab Durst, ich will zum Auto machen solche Unternehmungen wahrlich anstrengend.

Usedom Ueckeritz

Nach einem stressigen Mini-Edeka Einkauf kamen wir auf dem Naturcampingplatz an. Schon ne größere Nummer hier, Anmeldung dauerte etwas und die Stellplatz-Suche war auch nicht so ganz einfach, irgendwann standen wir dann in der Wunsch-Parzelle und was nun? Na ab ans Meer, ist doch wohl klar. Also losgestiefelt und tadaa 3min später standen wir am Strand und blickten auf die Ostsee.

Marie hellaufbegeistert, Joshi skeptisch… Wind, lautes Brausen der Wellen, da ist es sicherer erstmal alles von Papas Arm zu betrachten.

Nach den ersten Sandkörnern zwischen den Zehen und Wellenflucht ging es zurück zu Kevin, alles bettfertig machen, schnell ein paar Nudeln gekocht, mist, Josh ist kurz vorm Essen einfach weggenickt. Hungrig wachte der Kleine kurze Zeit später wieder auf. Also nochmal Nudeln rausgekramt während Papa das Vorzeit aufstellte.

Die Geschichte vom fliegenden Käse kann Marie am Besten erzählen. Kleiner Teaser: Hat was mit Wind zu tun :). Und dann ab ins Bett.

Die nächsten Tage verbrachten wir damit am Strand rumzulungern, Eis zu essen (für Marie ganz wichtig).

3 Tage vor Abreise entdeckten wir sogar die Standpromenade mit ein paar Geschäften und natürlich Eis und Dinge die die Welt nicht braucht. Das Stofftier „Labermöwe“ faszinierte Marie… „Mama, können wir das kaufen? Auf gar keinen Fall!!!“ 

Da das Wetter recht wechselhaft war (obwohl tagsüber sehr gut) verbrachten wir auch viel Zeit auf dem Campingplatz an sich. Essen gehen (sogar Pommesbude) mit unseren Kindern aktuell nicht möglich, also wurde selber gekocht oder alles ans Zelt gekarrt.

So entdeckten wir eine fenomenale Saftbar mit gutem Essen oder backten Pizzataschen im Dutch Oven. Sehr Lecker.

Die Tage waren meist sonnig und Abends kühlte es sich mit etwas Regen oder kräftigen Gewittern ab.

 

Mecklenburgische Seenplatte

Die Fahrt war gut, der Josh hat geschlafen. Marie ist beim Videogucken auch eingeschlafen. Wahrscheinlich ne schlechte Kombi, da das Erwachen am unteren Arm der Müritz (da war unser Campingplatz) in einem tobenden Wutanfall endete. Mit Geschrei, getrete und fliegenden Gummistiefeln kündigten wir unsere Ankunft an. Die Pferde vor dem Platz konnten die Laune auch erst später heben. Mit extrem schlechter Laune suchten wir also unseren Stellplatz aus und parkten das Auto passend ein. Da ausreichend Platz war und die Uhrzeit es erlaubte, entschieden wir uns für das Vorzelt und ein Abendvesper.

Marie und Josh spielen manchmal wirklich toll zusammen, sodass wir ein kleines Zeitfenster für den Zeltaufbau hatten.

Nachdem alles gut verstaut war und es langsam Abend wurde wollten wir das Auto vor einem Mückenbefall retten. Autotür zu und man hört das Verriegelungsgeräusch!  Ohoh. Handys im Auto, Schlüssel im Auto, Geld im Auto, Auto zu. Pleiten Pech und Pannen die zweite in diesem Urlaub. Nach kurzer Panik die Möglichkeiten ausgewertet. Letzte Chance Zeltbalg vom Aufstelldach. Danke Panoramafunktion! Also aufs Auto geklettert und RV geöffnet und eingestiegen.

Puh das war knapp… Nach dem Schock noch aufgegessen und ab ins Auto und Onkel Thomas zum Geburtstag gratulieren. Marie hat ihre Liebe zur Fotografie entdeckt und macht schon ganz gute Bilder…

Am nächsten Morgen im Vorzelt gefrühstückt und die Sonne genossen.

Hier wurden wir auch direkt von einem amüsierten Mit-Camper auf unsere ungewöhnliche Musikwahl angesprochen. Der Weihnachts-Tonie war eben der Lieblings-Tonie. Und so schallte es fortwährend in gut hörbarer Lautstärke “Fröhliche Weihnacht überall, tönet durch die Lüfte froher Schall ….” über den Campingplatz. Ist uns nebenbei gar nicht wirklich auf gefallen, bei uns zählte der Weihnachts-Tonie wohl schon zum kosmischen Hintergrundrauschen.

Im Laufe des Tages haben wir uns zu einem Spaziergang aufraffen können, um mal zu schauen was es hier so gibt.

Eigentlich nix, total tote Hose. Das einzige was es gab war ein Lokal in dem wir uns auch niederließen da Marie vor Durst nach 300m schon umzukippen schien. Dort gab es perfekte Bedingungen, ein Spielplatz und leckeres Essen.

Zugeschlagen! Satt und Zufrieden traten wir den Heimweg wieder an und freuten uns, heute Abend nicht spülen zu müssen.

Am nächsten Tag war Zeit die neue MamaSpielzeit für Marie zu testen um sie von ihrer Ewig-anhaltenden-schlechten-Laune zu befreien. Hat eigentlich ganz gut funktioniert, im Piratenboot haben wir gekocht und die Besatzung versorgt während der Papa die Marathon-Kondition von Josh weiter ausbaute… laufen, laufen, laufen.

Am Nachmittag gönnten wir uns ein Stück Kuchen im süßen Café um die Ecke.

Für Marie und Josh natürlich viel zu langweilig und so durfte immer ein Erwachsener Essen, während der andere die Wiese mit Pferden erkundete oder die relativ runtergekommene Schaukel am Ufer der Müritz ausprobierte.

Die schlechte Laune von Marie kam leider immer wieder zurück, auch als wir anfingen das Grillen mit unserem neuerworbenen Atago zu starten. Als Bonbon wollte ich noch frisches Naanbrot im Petromax-Deckel backen. Wie alles „neue“ brauchte es auch hier etwas Zeit bis alles so funktionierte wie gewünscht. Man muss sich halt erstmal „eingrillen“ 😉 Ein paar Wutanfälle später war das Essen dann auch fertig und wir konnten essen.

Da der Papa beim letzten Mal auch den Nachbarn was abgegeben hat, brachte Marie unseren neuen Holländischen Nachbarn gleich ein Stück Brot vorbei. Die nahmen es gelassen und boten ihr an den Hund damit zu füttern. Das fand sie super!

Tags darauf ging es weiter nach Usedom, also Zeltabbauen, Wasser auffüllen, Auto startklar machen. Das Video gucken während der Autofahrt stellten wir ein, stattdessen klebten und rätselten wir in einem “Was ist Was” Mitmachheft um die Wette. So verflog die 2 stündige Autofahrt wie im Flug.

Sächsische Schweiz

Start mit 12:00Uhr nur knapp verfehlt, mit vollen Bäckertüten ging es los… puh 6 Stunden Fahrt vor uns. Joshi ist erstaunlicherweise direkt nach dem „Mittagessen“ eingeschlafen. So waren die ersten zwei Stunden eigentlich ganz schnell geschafft, danach ging es ein wenig schwergängiger mit einigen Bewegungspausen und die letzten 20min mit Gebrüll. Auf den leeren Landstraßen haben wir den Josh dann erlöst und er konnte sich auf dem Schoß die letzten Meter zur “Entenfarm” wieder beruhigen. Ein netter Campingplatz ohne Parzellen und Strom, grad recht für uns und unseren Kevin 🙂

Da die Wetterlage regnerisch bleiben sollte und wir am nächsten Tag einen Ausflug geplant hatten blieben Zelt und Tarp eingepackt, echt eng so voll beladen.

Der nächste Tag mit Frühstück im Bett, wo auch sonst? 😉 Frische Brötchen hatten wir am Vortag bestellt, die echt richtig gut waren. Und dann zusammenpacken (Kindersitze halten da immer auf) und auf in den Saurierpark

Clever wie immer hatten wir die Online Tickets zu Hause schon bestellt und ausgedruckt. Ein toller Tag mit 200 Saurierfiguren und vielen Attraktionen. Mit Rutschen steht Marie auf Kriegsfuß, Verletzungsgefahr immer sehr hoch :).

Dafür war der lebensgroße T-Rex und Triceratops ein echtes Highlight.

Besonders gut hat uns die „Vergessene Welt“ gefallen. Hier kam echtes Urwaldfeeling auf und hinter jeder Ecke war etwas zu entdecken:

Dinosauriernest mit Eiern,

ein alter Jeep, im Zweikampf gefallene Dinos,

Fußabdrücke, und Dino-Exkremente, denen Joshis frisch vollgebombte Windel eine gewisse Authentizität gab :).

Gespickt mit Geräuschen und wackelnden Sträuchern waren auch die Erwachsenen begeistert und der Joshi ist den Marathon seines Lebens gelaufen (natürlich mit Mama an der Hand). Ungesunde Pommes, Currywurst und Eis machten den Tag kulinarisch perfekt und ließen die Kinder auf der Rückfahrt direkt einschlafen. Nach den abendlichen Kässpätzle auf dem Campingplatz waren die Reserven wieder aufgeladen um das neue Saurier Wimmelbuch im Bett zu durchstöbern.

Da wir am nächsten Tag wieder zur Mecklenburgische Seenplatte aufbrechen wollten haben wir uns noch schnell zu den Attraktionen der sächsischen Schweiz belesen, aha die Bastei ist direkt um die Ecke, ja super, dann nehmen wir die Morgen noch mit, ansonsten hätten wir ja nur Saurier gesehen…

gesagt getan, am nächsten Morgen nach dem Frühstück wieder alles eingepackt (Regen und Kindersitze nerven) und ab zur Bastei. 

Da ist ja mal Tourismus angesagt. Total überlaufen die Aussichtsplattformen, Masken nur sporadisch in Sichtweite, Mindestabstand eher 1,5cm. Aber die Corona-Warnapp gibt grünes Licht für diese Region, na dann.

Das Sandsteingebirge ist wirklich sehenswert und auch extrem hoch. Mit einer fast 4 Jährigen, die unbedingt „eine große Runde laufen“ will und an der Klippe Matschepfützen springen möchte, da alles so langweilig ist, schon eine Herausforderung… da sinkt die Laune wenn man dann einen Wutanfall auf der Plattform mit schlafendem Baby in der Trage aushalten muss und 8 Leute sich vorbei quetschen müssen…  

Mit Baumstriezel und Bratwurst ging es wieder ans Auto, nächstes Ziel Mecklenburgische Seenplatte, Fahrtzeit 4 Stunden. Auf gehts!

Bestellen, einkaufen, packen

Ach wie die Zeit zu Hause doch vergeht. Optimieren, aufräumen, Bestellungen aufgeben (Atago Grill, Wanderlegging, Kochbuch, Strandtasche…), Freunde treffen und schon heißt es wieder packen und auf gehts. Während die Kinder schlafen und die Wäsche leise vor sich hin wirbelt wird der letzte Feinschliff noch erledigt, da sitzt man halt mal um 2 Uhr Nachts noch da und bloggt vor sich hin ;). Mal sehen ob wir Morgen um 9:30Uhr in die Sächsische Schweiz starten können…

Happy Birthday

Joshis erster Geburtstag. So ganz organisiert sind wir nicht und kriegen grad so ein großes Frühstück hin während Marie feierlich ihr Puzzle an Joshi abtritt.

Joshis Leibspeise „Haferflocken mit Milch“ Löffelt er zielstrebig weg.

Dann gehts noch ans Wäsche Waschen und aufräumen, ein paar Bestellungen erledigen und und und. Das Geburtstagskind fällt relativ früh in seinen Mittagsschlaf… vielleicht Zuviel Geburtstagslieder (die Oma hat ja freundlicherweise ein Video geschickt, dass x-Fach wiederholt wurde)…. Nach dem Aufwachen bleibt gar nicht mehr so viel Zeit, Kuchen backen, Zahnarzt Besuch, Erdbeeren holen und wieder zurück zum Kuchen, damit wir alles zusammenraffen konnten und zur Omi fahren konnten.

Dort Kaffe und Kuchen und Geschenke und Kerze auspusten (Marie hat geholfen).

Dann wieder zurück und Abendessen vorbereiten. Spätzle, Nudeln, Spinat und Fisch, danach Geburtsagsanruf von Onkel Thomas und danach Geschenke auspacken mit Oma über Skype.

Wie schnell der Tag doch vergeht. Rucki Zucki ist Abend und Schlafenszeit.

Chillen, Regen, Home Sweet Home

Der nächste Tag begann wie geendet. Geheul, Gebrüll, Anziehen eine Katastrophe. Und das ohne einen einzigen Schluck Kaffee… Als das Frühstück endlich begann war Joshi schon fertig und wollte laufen, natürlich am liebsten mit Mama. Also entweder Gebrüll auch von Kind 2 oder Kaffee to go… Nach dem leicht nervtötenden Anfang entschieden wir einfach nichts zu tun. Vielleicht später noch an den See und früh Abendessen. Joshi spielte viel mit der TonieBox und Marie bespielte unseren Tisch.

Ein kleiner Ausflug an den See brachte ein wenig Abwechslung und bessere Laune. Früh begannen wir mit dem Pfannkuchen backen und hatten ein leckeres Abendessen vor dem großen Regen.

Toilettengänge waren immer wieder Thema und wir bestachen Marie mit Videos um sie an unsere Campertoilette zu gewöhnen. Die Nacht haben wir gut verbracht und das Tarp hat den Regen ausgehalten, check!

Nachdem wir das Tarn so super finden, macht sich da doch der Gedanke breit ob wir das große Vorzelt überhaupt brauchen… aber mit Kindern macht es wahrscheinlich doch sinn… müssen wir wohl ausprobieren. Erstmal alles zusammen packen und nach Hause fahren. Die Kinder haben auf der Rückfahrt die meiste Zeit geschlafen… wie entspannend (während ich noch kurz in den Bäcker sprang musste Jo auf dem Parkplatz langsam runden drehen damit Josh nicht aufwacht ;)).

Zuhause angekommen mussten wir leider erstmal den Schlüssel suchen, den wir offensichtlich verkrorst hatten. Ah Marita hat unseren Zweitschlüssel, die ist nicht da, aber Frau Pöschel von oben hat einen Schlüssel von Marita. Also von Pöschel den Schlüssel von Wanner geholt und dann unseren (Ich sag nur: „Passierschein A38“ und “Das Rosa Formular!“). Dann Auto auspacken und zu Hause gemütlich machen.

Sommer, Sonne, Wasserpegel

Endlich ist es soweit, die WetterApp zeigt Sonne pur. Also Zeit um nichts zu tun, Frühstück in der Sonne, toben im Wald, Mittagsschläfchen.

Danach Ausflug zum Schluchsee.

Unsere Verwunderung über den Wasserpegel war hoch, als wir an den Schluchsee kamen gab es einen richtigen Strand mit Wasser zum reinlaufen. Letzten Sommer war das Wasser so hoch, dass nicht ein Fitzelchen Sand zu sehen war. Bei der späteren Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass der See energetisch genutzt wird und der Wasserpegel bis zu 6m variiert. Krass, aber gut für uns. Da konnte Josh erstmal seine Badewindel ausprobieren, er hatte richtig Spaß immer ins Wasser zu laufen und wieder raus, alles mit seinen neuen Sandalen (steiniger Boden) die das super mitgemacht haben.

Marie hatte ein paar Schwierigkeiten was das Outfit anging. Bikini an und jetzt? ah ja Gummistiefel, da werden die Füße nicht nass?!

Nach etlichen Diskussionen kamen dann ihre Sandalen zum Einsatz, nach einer halben Stunde war auch das Wasser nicht mehr ganz so kalt und sie experimentierte mit den Spritztierchen und der Strömung.

Nachdem sie ein Tierchen retten musste und die Bikinihose nass wurde musste sie ausgezogen werden, was das Outfit noch ein wenig einzigartiger machte.

Es war ein toller Nachmittag am Wasser mit abendlichen Spaghetti mit Tomatensauce (die erste Ladung Nudeln landete leider in der Spülschüssel… upsi).

Die zweite Ladung erfreute :).

Maries Toilettensituation brachte den Abend leider etwas durcheinander und machte uns ein wenig ratlos. Die hervorragende Komposttoilette traf nicht gerade ihren Geschmack. Wir fanden sie Klasse!

Bushcraft Feeling

Da die letzten Nächte überraschend kalt waren wurde uns mitgeteilt, dass es kein Feuerholz mehr zum käuflichen Erwerb gab. Kein Problem, als alte Hobby-Bushcrafter haben wir Equipment aufgestockt und zogen mit Säge (frisch am Vortag mit der Post gekommen), Beil und Kindern los in den Wald. 

Nach getaner Arbeit haben die Männer ein Nickerchen verdient und die Mädelz genug Zeit die Gegend zu erkunden.

Käfer, Schnecken, Spinnen, wie aufregend…

und was ist das? Ein Zelt in der Luft? Ja, in so einem Baumzelt haben Mama und Papa auch schon übernachtet.

Weiter durch das Wäldchen gestreunert landeten wir irgendwann wieder auf dem Spielplatz, ja so ein Zufall…

Dann wurde es Zeit für einen kleinen Snack, den Hefeteig vorzubereiten (der Dutch Oven wird hier nicht geschont) und das Holz zu spalten um das Feuer zu entfachen!

Mit nassem Holz gar nicht so leicht, da braucht es schon etwas länger, was bei Marie auf vollkommenes Unverständnis traf.

Irgendwann brannte es und die Kohlen konnten durchglühen um den Hefezopf zu befeuern, wie aufregend :).

Marie freundete sich in der Zwischenzeit mit Piet an und der Josh entdeckte neben seiner Leidenschaft “Steine” noch FEUER, WOW!!!

Würstchen und Mais auf das Grillrost und Abendessenzeit. Zum Nachtisch natürlich Hefezopf 🙂 und er war hervorragend!